Autor, Verleger u. Diplom-Sozialpädagoge Uwe Böttjer am Brunsbütteler Yachthafen


Vielen Dank für Ihren Besuch.
Ich hoffe, dass die hier vorgestellten Sachbücher Ihre Interesse finden. Aber vielleicht möchten Sie zu den Themen Ihre Meinung sagen und sich mit anderen Menschen austauschen? Zu jedem Sachthema habe ich einen Blog für Sie eingerichtet. Ich freue mich, wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen.

Biografischer Verlag

Beruf & Erkenntnis


Unter diesem Motto stehen die Inhalte meiner verlegten Bücher. Viele im Laufe eines Berufslebens erworbenen Erkenntnisse sind es Wert festgehalten und an die nächste berufliche Generation weitergegeben zu werden.  

Deshalb habe ich mein Angebot erweitert:

Die Erfolgsgeschichte Ihres Lebens – umgesetzt in ein Buch

Mancher, der an das Ende seiner beruflichen Laufbahn gelangt ist, blickt auf
einen besonderen Lebensweg zurück. Herausforderungen wurden gemeistert,
herausragende Qualifikationen erworben, Erfolge erreicht. Da lohnt es sich,
in der Form einer persönlich gehaltenen Bilanz der Generation der Kinder und
Enkel wertvolle Erkenntnisse zu  hinterlassen.

Es entspricht dem menschlichen Bedürfnis, der Familie und den Freunden
Rechenschaft über die außergewöhnliche Lebensleistung abzulegen.

Dabei helfe ich Ihnen!

Ich schreibe Ihnen Ihre Lebensgeschichte und Erfolgsbilanz. Alternativ
bearbeite ich Ihre Biographie – bis zur Umsetzung in ein ansprechend
gestaltetes Buch.

Auf Wunsch erhalten Sie zu einem Festpreis, den wir vorher absprechen,
komplette Leistungen – vom Layout und Druck bis zum Vertrieb. Nach der
inhaltlichen Abstimmung und Freigabe brauchen Sie sich um nichts weiter zu
kümmern.

Abgesichert werden die gegenseitigen Leistungen über einen seriösen
Autorenvertrag.

Ich habe den größten Teil meines Berufslebens in Leitungsfunktionen der
Themenfelder Pädagogik, Psychologie und Therapie verbracht und verstehe mich
darauf, die „richtigen“ Fragen zu stellen, um Ihre persönlichen Fähigkeiten
ins rechte Licht zu rücken.

Darüber hinaus bin ich als Mitglied von Rotary, dem einzigen internationalen
Berufsklassenverband, über viele Wirtschaftsthemen und Fragen des
Zeitgeistes gut informiert. Das wird helfen, sich auch in Ihre
Lebensgeschichte innerhalb kurzer Zeit einarbeiten zu können.

Nehmen Sie mich beim Wort! Und fordern Sie – zunächst ganz unverbindlich –
weitere Informationen an.



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Hilfe ohne Mitleid

1970 habe ich erstmalig ein Hamburger Alten- und Pflegeheim betreten, um für ein Jahr eine supervidierte Gruppenarbeit zu beginnen. Als Arbeitsfelder folgten Drogenarbeit, Heimpädagogik, Pflegeheim und Psychiatrie. 1981 gründete ich in Brunsbüttel das Koog-Haus als sozialpsychiatrische Einrichtung und 1986 die Psychiatrie-Zeitschrift EPPENDORFER. Erst aus der geistigen Verarbeitung von beruflichen Eindrücken und Erfahrungen habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass der heutige Wohlfahrts- und Betreuungsstaat ein Machtinstrument ist, mit dem sich trefflich Wählerstimmen gewinnen lassen. Bis zu dieser Einsicht  glaubte ich noch, wir sollten als soziale Berufsgruppe Probleme nachhaltig lösen helfen. Klar, dass deshalb auch die therapeutischen und konzeptionellen Hilfsangebote mehr versprechen, als sie halten können. Dieses Buch habe ich insbesondere für den interessierten Laien geschrieben, der sich ein umfassendes Bild über die "Welt der guten Werke" machen möchte.

ISBN 978-3-9812387-0-9


Leseprobe: Schizophrene Psychose: eine Stoffwechselstörung?


Meine erste Lektion im Koog-Haus war die aus der Beobachtung gewonnene Erkenntnis, dass Seele und Geist von einem funktionierenden Stoffwechsel abhängig sind. Diese Ansicht war seinerzeit verpönt und galt als unmodern. Deshalb suchte ich nach wissenschaftlichen Erklärungen und beschäftigte mich zunehmend mit den Pharmaherstellern und vermittelte dieses Wissen über ihre Vertreter an Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter während verschiedener Veranstaltungen.

Nach der ersten Euphorie über die klinische Wirkung der während der 50er-Jahre eingeführten Neuroleptika begannen Forscher, nach einer Erklärung für den Wirkstoff zu suchen. In Tierversuchen konnte der Angriffspunkt des Medikaments im Gehirn lokalisiert werden. Dieser befand sich im limbischen System. Bei diesen Nervenzellen fungiert die Substanz Dopamin als Überträger (Transmitter). Im Ergebnis wurde ermittelt, dass die erhöhte Freisetzungen von Dopamin im limbischen System eine wichtige Rolle für die auftretenden Symptome bei schizophrenen Erkrankungen spielt. Die Dopaminhypothese gilt damit aber nicht als ausschließliches Erklärungsmodell, sondern führte zur weiteren Erkenntnis, dass auch ander Transmittersubstanzen für die Auslösung einiger schizophrener Symptome verantwortlich sind. Die Forschung arbeitete weiter mit dem Ziel, noch andere Rezeptoren mit einem Medikament zu belegen. In den Fokus geriet zunehmend der Serotonin-Rezeptor, auf das die Firma Janssen mit einem neuen Medikament, dem Risperidon antwortete.

Eigentlich hätte solch ein biologisch geprägter Artikel eine heftige Reaktion hervorrufen müssen. Diese blieb aber aus, wie überhaupt Leserbriefe und Meinungsbeiträge aus der Fachwelt eher selten waren.
Während der Mahlzeiten fanden im Koog-Haus für die daran Interessierten und Befähigten immer Diskussionen über verschiedene Themen statt, so auch über meine Stoffwechselthese. Diese Gesichte nahm mir zwar niemand übel, aber zustimmen wollte keiner der betroffenen Bewohner.

Es gibt etliche stoffwechselbedingte Erkrankungen in der Medizin zu beklagen. Das Gegenteil, ein Mangel an Dopamin, kann zur parkinsonschen Erkrankungen führen. Schwer fällt offensichtlich die Einsicht, dass Geist und Seele auch den Einflüssen von chemischen Prozessen ausgesetzt sind und von diesen gesteuert werden. Verstärkt wurde die ablehnende Haltung auch dadurch, dass die meisten Menschen jetzt einen medikamentös "gut komponierten" Kranken kennenlernten und selten jemanden in einer akuten Phase. Haase berichtete mir, dass es bereits Fachärzte für Psychiatrie gebe, die während ihrer Ausbildung noch nie eine akut Erkrankten erlebt haben.
Sympathischer waren allen die Ursache in der Gesellschaft, den Umweltschäden oder der elterlichen Fehlerhaftigkeit.

Manche Eltern mussten sich auch von Profis die tollsten Vorwürfe anhören. Mit ihnen ließ sich jedenfalls die Forderung nach Psychotherapie begründen, was der Erkrankung eine gewisse Besonderheit und Ausrichtung gab.

Irgendwann erlaubte es die political correctness, sich zu zu den Medikamenten zu bekennen, aber auch nur mit ergänzender Psychotherapie und Soziotherapie.

Während der folgenden Jahre beschäftigte ich mich neben meiner praktischen Arbeit insbesondere mit der Transkulturellen Psychiatrie und der Psychiatrie-Geschichte, um die in diesem Artikel aufgeworfenen Fragen zur Entstehung der Schizophrenie noch besser beantworten zu können. Zahlreiche Artikel in der von mir 1986 gegründeten Psychiatrie-Zeitschrift EPPENDORFER sorgten für weitere Aufklärung der Leserschaft.




Kein Ereignis der deutschen Atompolitik symbolisiert die Aufbruchstimmung zur Entwicklung der Kernkraft und ihr  Ende, 
wie die Otto Hahn. Einer ihrer Kapitäne, Heinrich Lehmann-Willenbrock, war
Kapitänleutnant des realen U-Bootes

in dem Film "Das Boot".
Der Autor Lothar Buchheim war häufig
Gast auf dem Schiff, worüber er sein Buch mit dem Titel "Der Abschied" verfasst hat.


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Sehen Sie hier ein Interview mit dem Autor Uwe Böttjer

Kernkraft hat Zukunft

heute müsste dieser Titel ergänzt werden ...aber nicht bei uns. Mit Blick auf unser Brunsbütteler Kernkraftwerk habe ich dieses Buch geschrieben. Unter sachkundiger Begleitung von dem ausgewiesenen Fachmann der Kernenergie Volker Brodale spürte ich der Aufbruchstimmung zur
Kernkraft während der 50er Jahre nach und lasse die Protagonisten  des ersten und einzigen Nuklearschiffes Otto Hahn zu Wort kommen. Es lädt in leicht lesbarer Form und kurzen Kapiteln zu einem Streifzug durch die aktuelle Energiepolitik ein und beschreibt alle Energieträger mit ihren Möglichkeiten. Als Fazit steht eine klare Haltung zur Kernkraft: Sie ist eine Übergangsform bis bessere Techniken entwickelt werden. Der Ausstiegsbeschluß der Regierungskoalition ist töricht.

978-3-9812387-1-6


Weltweit sehe ich eine Aufbruchstimmung zur Kernkraft, die auch die Kritiker nachdenklich stimmen sollte.
Sind unsere Nachbarn allesamt Hasardeure oder nur klüger als wir? Auch die vielbeschworene Endlagerfrage ist technisch geklärt, nur politisch nicht.
Wie sehr die Meinungen inzwischen in Teilen der Bevölkerung auseinanderdriften zeigt nachfolgendes Zitat. Dazwischen liegt nur eine Generation:
"Bei allen Gefahrensituationen ist es wichtig und beruhigend, mit dem Reaktor eine sehr zuverlässige, ausdauernde und leicht regelbare Antriebsanlage zu haben. Die Besatzungen russicher Atom-Eisbrecher und die Besatzungen einiger hundert kernenergiegetriebener Kriegsschiffe werden diese Erfahren bestätigen können", ist sich Kapitän Werner Hinsch (Otto Hahn) auch heute noch sicher.
Angetrieben durch die hohen Subventionen erblicke ich auf Dithmarscher Dächern fast täglich neue installierte Photovoltaikanlagen, die auch meinen Strompreis weiter in die Höhe treiben. Danke!





Hier eine Leseprobe

7. Besonderheit: Reaktor auf großer Fahrt

Das umfangreiche Forschungsgebiet ergibt sich daraus, dass der auf einem Schiff installierte Reaktor gegenüber der Installation in einer Landanlage in erheblichem Maße anderen Bedingungen ausgesetzt ist.

Dazu gehört der Betrieb unter wechselnder Beschleunigung im Seegang oder bei rasch folgenden Maschinenmanövern. Zum Beispiel konnte es bei einem Wendemanöver im Hafenbecken unerlässlich sein, dass das Schiff vorwärts fuhr und in kürzester Zeit wieder über Maschinenstopp rückwärts fahren musste. Brodale erinnert sich an eine rasche Folge von Manövern, die zum Forschungsprogramm von Wissenschaftlern der Technischen Universität Berlin gehörten und zu einer extremen Belastung der Maschinenanlage und der Speisewasserpumpen führten. Diese Pumpen haben die Aufgabe, das angefallene Kondensat aus dem Turbinenkreislauf wieder in den Reaktor einzuspeisen. Ihr Ausfall würde einen spontanen Wassermangel im Reaktor bedeuten. In diesem Fall würde sich die Noteinspeisepumpe automatisch zuschalten und den Reaktor mit dem notwendigen Wasser versorgen. Entscheidend ist aber, im normalen Regelbereich zu bleiben oder in ihn zurückzukehren. Also lag die Verantwortung beim Leitenden Ingenieur, dafür Sorge zu tragen, dass der Versuch abgebrochen wird.

Wenig beachtet wird bei Laien die beschleunigende Wirkung durch das Auf und Ab der Wellen in schwerer See, die dem Reaktor aber nichts ausgemacht hat. Befürchtungen einer negativen Reaktion hinsichtlich einer ungewollten Leistungsveränderung nach oben oder unten erfüllten sich nicht.

Um diese Erfahrungen zu machen, musste Kapitän Hinsch den Orkan aufspüren, was wohl kein Seemann freiwillig machen würde, um das Schiff und damit den Reaktor ordentlich zum Schaukeln zu bringen.

 

Ein weiteres Forschungsziel war es, Aufschlüsse über die Verringerung von überhöhten Sicherheiten bei der  Auslegung der Anlage zu bekommen, um so für einen nächsten Schiffsreaktor dem Ziel der Wirtschaftlichkeit näher zu kommen. Bei der Abarbeitung dieser Aufgaben gab es manche Pannen. Schließlich wurde das Schiff von seiner Besatzung so gefahren und behandelt wie jedes andere Frachtschiff auch. Nur, weil es eine Reaktoranlage hatte, wurde es mehr gequält als andere Schiffe. Es wurde nicht geschont und dabei erlebten wir eine ganze Reihe von „Zwischenfällen“, allerdings niemals mit der nuklearen Antriebsanlage. Während der gesamten 11-jährigen Betriebszeit hat die Besatzung der „Otto Hahn“ nicht einen Ausfall oder Zwischenfall der Reaktoranlage erlebt. Der Reaktor hat alle unsere Versuche, ihn in die Knie zu zwingen, gutmütig und sehr erfolgreich pariert.

Der Reaktor musste auf Seefestigkeit getestet werden. Der Reaktorkern sollte dabei möglichst heftig geschaukelt werden. Der Versuch lief unter der Überschrift „Reaktordynamik-Messungen“. Es ging darum, festzustellen, ob der Neutronenfluß im Reaktor durch die Bewegungen eines Schiffes nachteilig beeinflußt werden kann. Die Aufgabe der Schiffsführung bestand darin, das Schiff maximalen Stampf- und Rollbewegungen auszusetzen.

Auf der Suche nach stürmischem Wetter fuhren wir nördlich um England herum in den Atlantik. Bereits da wurden die ersten Gäste und Atomforscher seekrank. Bei Neufundland zeigte sich aber erst der richtige Isobarenverlauf, der eine aufgetürmte See und sogar Orkanstärken verhieß.

 

 Auf der 4. - 8. Wache war es gegen 18.00 Uhr bereits dunkel geworden. Gischt spritzte gegen die Brückenscheiben. „Otto Hahn“ stampfte mit voller nuklearer Kraft gegen die See. Das Schiff stieg über die Wellenberge, legte sich dann auf die eine oder andere Seite, richtete sich auf und nahm den nächsten Anlauf. Ein Wellenberg war höher als die vorhergehenden. Das Schiff erklomm die Höhe und fiel dann wie in ein tiefes Loch. Der gesamte Vorschiffsbereich stand unter Wasser, das bis an die Brückenfenster spülte. Es schien ungewöhnlich lange zu dauern, bis sich das Schiff wieder hob. Schließlich lief das viele Wasser in die aufgewühlte See zurück.

Der Maschinentelegraf wurde auf langsame Fahrt gestellt. Das Telefon klingelte. Es wurde gemeldet, daß im vorderen Brückenhaus zwei Fenster mit Rahmen losgerissen und in die anliegenden Offizierskammern geschleudert wurden. Zum Glück saßen die Insassen beim Abendbrot in der Messe.

Während der Nacht und bis zum Abflauen des Windes blieb der Telegraf auf langsamer Fahrt. Als es am nächsten Morgen dämmerte, konnte das Vorschiff genauer untersucht werden. Fast das gesamte Backdeck war durch herabstürzendes Wasser 10 bis 20 cm niedergedrückt worden. Dicke Eisenträger waren verbogen. Das Schiff mußte wieder in die Werft. Die Atomforscher waren mit der Dynamik im Reaktorbereich sehr zufrieden. Die Reaktoranlage hatte bewiesen, daß sie auch dann funktioniert, wenn sie im Seegang kräftig geschaukelt wird. Man muss davon ausgehen, dass die konventionelle Antriebsanlage in dieser Situation wahrscheinlich versagt hätte. Der Dampfkessel mit seinen diversen Füllstands- und Wassermangelsicherungen hätte diese Belastungen kaum störungsfrei ertragen.

Nachdem ich von Bord ging, blieb das Schiff noch 5 Jahre in Fahrt. Auch in dieser Zeit wird sich noch manches Malheur ereignet haben. Bei solchen Zwischenfällen kann der Vorwurf erhoben werden, daß damit der Reaktor in Gefahr gebracht wurde. Nach den erfolgreichen Erfahrungen mit der „Otto Hahn“ sollte man umgekehrt argumentieren: Bei allen Gefahrensituationen ist es wichtig und beruhigend, mit dem Reaktor eine sehr zuverlässige, ausdauernde und leicht regelbare Antriebsanlage zu haben. Die Besatzungen russischer Atom-Eisbrecher und die Besatzungen einiger hundert kernenergiegetriebener Kriegsschiffe werden diese Erfahrung nur bestätigen können.

 

Das geplante zweite Nuklearschiff, ein Containerfrachter, wurde schon nicht mehr gebaut.

Im Februar 1979 wurde die Otto Hahn nach zehn Jahren von der Gesellschaft für Kernenergie im Schiffbau und Schifffahrt (GKSS) außer Dienst gestellt.

Ein Weiterbetrieb des Frachtschiffes war vom Eigner, der GKSS, wirtschaftlich nicht zu vertreten und vom Forschungsauftrag her auch nicht mehr erforderlich. In einem Zeitungskommentar 2008 las ich über die Vermutung eines Redakteurs, die Otto Hahn sei nach dieser Entscheidung unverzüglich abgewrackt worden. Davon kann keine Rede sein: Die Firma Noell-KRC Energie- und Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Würzburg erhielt den Auftrag zur vollständigen Beseitigung der nuklearen Antriebsanlage. Vor Auftragserteilung musste ein Stilllegungskonzept erarbeitet und der zuständigen Behörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Diese Genehmigung wurde am 1. Dezember 1980 erteilt und die Arbeiten schloss die Firma Noell im Juni 1982 erfolgreich ab.

Danach wurde das Schiff zu einem Frachter mit konventionellem Dieselantrieb umgebaut und fuhr weiter unter verschiedenen Namen über die Meere. Äußerlich war es nach dem Umbau nicht oder nur schwer wiederzuerkennen. Der markante vordere Aufbau war verschwunden und übrig blieb ein Frachter mit Heckaufbau und Kränen.

Zuletzt wurde das Schiff 2002 abwrackbereit in einem indischen Hafen gesehen.




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Die Erblasten
oder die betrogene Generation
Es ist sprichtwörtlich eine Binsenweisheit, dass die nachfolgende Generation sich mit dem politischen und wirtschaftlichen Erbe abfinden muss. Inzwischen selbst zur Generation der "Erblasser" gehörend, habe ich mich in diesem kleinen Buch mit der Frage auseinandergesetzt, was wirunseren Kindern und Enkeln als Erbe hinterlassen. Auswandern? Oder standhalten und bezahlen? Diese Fragen wird sich jeder tüchtige junge Mensch stellen, wenn er sich mit der Wirklichkeit unseres Staates auseinandersetzt. Staatsschulden, die nicht mehr zurückzahlbar sind, Parteien, die sich den Staat zur Beute gemacht haben und Politiker, die in ihrem eigenen Vorteil Sinn und Zweck ihres Mandats sehen. Schon diese für sich ausreichenden Probleme werden durch die demografische Entwicklung, die Globalisierung, den Euro und die Kosten für den Sozial- und Betreuungsstaat verstärkt. Die jetzt weniger werdenden Arbeitnehmer, Selbständigen und Unternehmer müssen nicht nur die immer mehr werdenden Alten versorgen, Familien gründen und unterhalten, sondern auch mit der Zukunftsperspaktive leben, dass es für ihre eigene Altersvorsorge nicht mehr ausreichen wird.

978-3-9812387-2-3

Leseprobe

Erblast Nr. 8 – Kampf der Geschlechter: Gender Mainstreaming

Auch die emanzipatorische Bewegung machte sich in der freien Wohlfahrtspflege bemerkbar. Das hat damit zu tun, dass hier die mögliche Quelle staatlicher Zuschüsse ist. Und darauf spekulierten nun einmal alle Vereine und Verbände, die sich auf eine gemeinnützige, mit „segensreichem“ Inhalt versehene Satzung berufen. So lernte ich während der 70er-Jahre anlässlich einer Sitzung der Freien Wohlfahrtsverbände einige Vertreterinnen der erst am Beginn stehenden Frauenhaus-Bewegung kennen. Der Vorsitzende unserer Arbeitsgemeinschaft hatte die Vertreterinnen eingeladen. Was mir zuerst auffiel: Die Frauen unterschieden sich habituell von ihrer zukünftigen Klientel. Kurzum, sie waren attraktiver, intelligenter und durchsetzungsstark. Ich fühlte mich an meine beruflichen Anfangsjahre erinnert, als die Außerparlamentarische Opposition (APO) ihr Revolutionspotenzial in den Erziehungsheimen rekrutieren wollte, da die Arbeiter und Angestellten ihnen den Rücken zukehrten.

Inhaltlich argumentierten die Vertreterinnen der Frauenhaus-Initiative mit der unerträglichen Situation geschlagener Frauen, die nicht wüssten wohin, wenn ihr Mann sie schlagen würde. Dieses Argument war unsinnig und ich bemerkte in einem Beitrag, dass jeder Sozialhilfeträger verpflichtet sei, eine Wohnung zur Verfügung zu stellen, auch ein Hotel- oder Pensionszimmer, wenn es die Dringlichkeit erfordere. Der anwesende Amtsleiter bestätigte meine Einschätzung, ich spürte natürlich, dass meine Äußerung den Lauf der Welt nicht aufhalten wird, sondern die Frauenhaus-Bewegung sich durchsetzen würde. Das würde schon deshalb geschehen, weil, wie dieses kleine Beispiel zeigt, niemand der anwesenden Kollegen sich traute, ernsthaft nachzufragen.

Im Kreise meiner Freunde aus der Wohlfahrtspflege überlegten wir einmal, als Gegenpol ein „Männerwohnhaus“ ins Leben zu rufen. Abgeschreckt hat uns die Gefahr, einen weiteren Ort eines männlich dominierten „Jammerseminars“ zu schaffen, und davon hatten wir ja eigentlich beruflich bedingt genug.

Natürlich ahnte ich, dass wir Männer diesen Emanzipationsprozess verlieren würden. Dazu beigetragen haben Gleichstellungsbeauftragte, Gleichstellungsgesetze, Frauenförder- und Forschungsprogramme, verbunden mit der dringlichen Forderung, zunehmend Stellen mit Frauen in Bereichen zu besetzen, in denen Männer „überrepräsentiert“ sind. Damit sind nicht Positionen im Straßenbau, bei der Müllabfuhr oder im Bergwerk gemeint, sondern Führungspositionen in Wirtschaft und öffentlichem Dienst und an den Universitäten. Der bessere Bewerber hat in Zukunft hinter der Quotenfrau zurückzustehen.

Ich konnte allerdings nicht wissen, dass 1995 die zweite Stufe gezündet wurde. Das Gender-Mainstreaming-Programm wurde von Feministinnen in diesem Jahr anlässlich der Weltfrauentagung in Peking entwickelt und schon im gleichen Jahr beschloss der Ministerrat der Europäischen Union ein Gender-Mainstreaming-(GM-)Aktionsprogramm, das 1999 von der rot-grünen Bundesregierung zum „durchgängigen Leitprinzip“ und zur „Querschnittsaufgabe“ der Bundesregierung gemacht wurde.

In einem Cicero-Aufsatz bemerkt die Journalistin Bettina Röhl, dass die „GM-Strategie“ von einer „hauchdünnen Funktionärsschicht hinter den Kulissen“ entwickelt und durchgepaukt worden sei. Was verharmlosend als Gleichberechtigung daherkomme, sei ein primitiver Gleichheitsfeminismus und „tatsächliche Frauenbevorzugung“. Die Frauenförderung sei zu einem „big business“ geworden, welches eine Vielzahl von Berufsemanzen mit gut dotierten und nicht kündbaren Stellen des öffentlichen Dienstes versorgt. Ein weiteres Wuchern des GM ist schon in Planung: Unter Frauenministerin Ursula von der Leyen wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming geschaffen, die alle Politikbereiche in diesem Sinne durchleuchten soll. Zufall? Mitnichten! Wen wundert es noch, dass Alice Schwarzer für „ihre Verdienste um die Emanzipation“ eine französische Auszeichnung erhalten hat. Manchmal sind es die kleinen achtzeiligen Zeitungsnachrichten, die die wahren Erkenntnisse bringen. Zur Erinnerung: Alice Schwarzer bezeichnete Kinder als das „stabilste Glied in der Fessel der Frau“.

Der früh verstorbene Dieter Schwanitz hat sich bereits in seinem ersten Roman „Der Campus“ mit dem Thema auseinandergesetzt. Wer es ernsthafter liebt, dem sei Gabriele Kubys Buch „Die Gender-Revolution“ empfohlen. Kuby ist konvertierte Katholikin und Tochter des Publizisten Erich Kuby, Älteren unter uns sicher noch bekannt.




 

 

 

Ankündigung

Diese Neuerscheinung ist ab sofort hier im e-shop oder auch im Buchhandel erhältlich

  Blog: lungenkrimi.de.biografischer-verlag.de

Lungenkrimi

Warum ist die Lunge interessant und gibt doch einige Rätsel auf

Professor Dr. med. Karlgeorg Lanser ist Arzt für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialerkrankungen im Ruhestand.
Über die Universität Hamburg-Eppendorf, Syracuse (USA), Marburg war er lange Zeit leitender Arzt des Westküstenklinikums in Brunsbüttel.
Diese Buch wendet sich an den interessierten Laien, aber auch Ärzte und Pflegepersonal werden einige Anregungen finden.
Wer dieses Buch gelesen beiseitelegt, wird in Zukunft ein anderes Verhältnis zu seiner Lunge bekommen und das Bedürfnis entwickeln, schonender mit seinem in der Regel "schweigsamen" Organ umzugehen. Der Leser wird auch wachsamer gegenüber Umwelteinflüssen werden, draußen oder drinnen und auch zur Bedeutung des Pneumologen, das Lungenfacharztes eine neue, bisher unbekannte Sichtweise entwickeln.

ISBN 978-3-9812387-3-0


Leseprobe

2.       Frau Lüneburger und die medizinische „Zuständigkeit“

            Der Lungenfacharzt (Pneumologe)

Mit ihrer Frage nach der medizinischen „Zuständigkeit“ gab mir Frau Lüneburger das Stichwort zu einem sehr wichtigen Thema, nämlich der beruflichen Kompetenz. Wer weiß nun wirklich Bescheid? Darüber wollte ich jetzt mit ihr sprechen.

Es gibt keine medizinische „Geheimsprache“. Wer Latein kann, wird alles verstehen. Es klingt zwar geheimnisvoll, doch nur so kann der Arzt alles eindeutig beschreiben und weiß, dass ihn ein anderer Arzt sofort versteht, und dieser auch die Kenntnis hat, wovon der andere spricht. Ein Asthma ist eben ein Asthma und keine Bronchitis, und so soll dieses kleine Büchlein Ihnen helfen, die richtigen Worte, wie sie jede Berufssparte verwendet, auch beim Pneumologen zu verwenden.

„Nun sind aber zum Beispiel Asthma, Rheuma, Bronchitis etc. griechische Wörter, da ist der obige Satz etwas kurz gegriffen“, unterbrach mich Frau Lüneburger, „zumal auch das Medizinerlatein, dieses mixtum compositum aus Latein, Altgriechisch und mittelalterlichem, sog. Neu-Latein, nur eine recht geringe Schnittmenge mit der „echten“ lateinischen Sprache besitzt“. Soll ich mich jetzt auf eine Diskussion über derlei Spitzfindigkeiten einlassen? Ich ließ es lieber, Frau Lüneburger hatte offensichtlich ein altsprachlich orientiertes Gymnsium absolviert. Laut sagte ich: „Natürlich gebe ich Ihnen insofern recht, dass alle Sprachen sich im Laufe der Jahrhunderte vermischen und verändern“.

„Die Lungenheilkunde ist ein Teilbereich der Inneren Medizin. Die fachlich richtige Bezeichnung „Pneumologe“ leitet sich aus dem Griechischen ab“, begann ich und bemerkte sofort ein weiteres widersprüchliches Beispiel zu meine obigen Aussage, Latein sei die Sprache der Medizin. „Pneumon bedeutet Lunge, und  Pneuma heißt Atem, Geist, Seele. Auch die Ärzte sind mit einzubeziehen, die sich  mit den Besonderheiten und der Zusammensetzung der Luft und des Atems auskennen. Mit in diesen Reigen eingeschlossen, sind die Psychologen, denn die Seele ist erwähnt, auch wenn niemand weiß, wo sie im Körper wohnt.

Logos, im eigentlichen Wortsinn Logik (griech.: das Sprechen, das Wort, das Denken, die Vernunft), gibt nicht nur einen Hinweis auf diese Bedeutung, sondern vielmehr auch auf die Lehre: zu forschen, zu verstehen und zu erklären. Der „Geist“ ist ebenso angesprochen, wie schon seit alters her bis heute die Lunge eine Stellung im Mittelpunkt des Körpers einnimmt und damit im Zentrum des Wissens und der Wahrnehmung stehen sollte.

Das Betätigungsfeld des Pneumologen umfasst die Prophylaxe (Vorbeugung), die Erkennung und konservative Behandlung der Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mittelfells  (Mediastinum ) und der Pleura.

Nicht direkt dazu gehört die Thoraxchirurgie. Sie ist ein Teil der Chirurgie.“ So schloss ich diese kleine „Privatvorlesung“ und ergänzte „auf jeden Fall ist die Bezeichnung Pulmologe nicht korrekt, da es eine sprachliche Mixtur aus Latein und Griechisch ist“. Eigentlich hat Frau Lüneburger doch recht, dachte ich. Bestätigt werde diese Bezeichnung durch die Namen der Fachkliniken und der Zeitschrift „Pneumologie“. Nirgendwo taucht der Name der „Pulmologie“ mehr auf!

„Während oft die Behandlung des Asthmas und der chronisch-obstruktiven Bronchitis den Schwerpunkt der Lungenheilkunde darstellt, ist der  Facharzt durch die geänderte Weiterbildungsordnung auch zum Fachmann für die (Atem-)Luft geworden. Damit ist der Weg Richtung Umweltmedizin vorgezeichnet. Es geht nicht mehr um die Erkennung und Behandlung beschädigter Atemwege oder der Lungenbläschen, sondern auch um das Verhindern von Schädigungen. Hier gilt das besondere Augenmerk den natürlichen, von Pflanzen und Tieren hervorgebrachten Luftschadstoffen. Auf diesem Hintergrund macht es Sinn, dass der Pneumologe zusätzliche Qualifikationen in der Umweltmedizin bzw. Allergologie erwirbt.“

Diese kurze Pause meinerseits nutzte Frau Lüneburger und seufzte: „Das ist ja viel umfangreicher, als ich dachte und so kompliziert“! Unsere Blicke begegneten sich.

 „Für mich war zum Beispiel das Herz immer das wichtigste Organ“, gestand Frau Lüneburger nach einigen Sekunden des Überlegens. „Denn diese Vorstellung existiert schon in der Antike bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Sektion mit dem Blick in den menschlichen Körper gestattet war. Erst jetzt offenbart sich mir die Lunge als Organ von solcher Bedeutung. Ihre Lage, der Durchfluss allen Blutes und die Verbindung mit der Atmung  stellt sie mit Recht in das Zentrum unserer Überlegungen, wenn wir eine Hierarchie der Körperfunktionen aufstellen müssten“, sagte sie mit nachdenklich leiser Stimme.

„Erst die Kenntnis der Funktion der Lunge ist die Voraussetzung dafür, dass sie auch für den Laien verstehbar ist“, setzte ich meinen kleine Informative Plauderei fort. Dieses Wissen versetze den Patienten in eine Vorstellung über fast alle Lungenkrankheiten. Wissen, wahrnehmen und durchschauen, um die vom Patienten geschilderten Symptome richtig zu interpretieren, lautet das fachärztliche Credo. Danach werde die therapeutische Handlung in eine Linie gebracht und helfe, die Aufklärung des Patienten in exakte Worte zu kleiden.

„Der Pneumologe muss jederzeit in der Lage sein, seine fundierte und richtige Diagnostik gegen alle Unkenntnis zu verteidigen“, sagte ich. Frau Lüneburger blieb offensichtlich unbeeindruckt: „Das habe ich bei Ihnen auch nicht anders erwartet“, sagte sie freundlich.

Nun kann ich auf das Arzt-Patienten-Verhältnis überleiten, das mir während meiner Tätigkeit immer wieder Anlass zum Nachdenken gab. „Als Facharzt wünschte ich mir den Patienten mit einem gewissen Maß an Wissen und Einfühlungsvermögen“, erklärte ich Frau Lüneburger zum Abschluss unseres Gesprächs. Nur so sei ein partnerschaftliches Miteinander möglich. „Erst dann ist er offen für alle Therapieformen, ob medikamentöse oder chirurgische“, sagte ich zum  Schluss.

In dem Glauben, nun genug geredet zu haben, schwieg ich, dachte aber weiter nach. Fachärzte der Inneren Medizin sind nur dann Pneumologen, wenn sie zusätzlich eine besondere Ausbildung der Lungenheilkunde von einem versierten Lungenfacharzt erhalten haben. Alles Sonstige ist nur Halbwissen, das gilt auch für die Kardiologen, Anästhesisten und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Es ist wichtig, das Verständnis des Zonen-Modells der Lungen im Stehen, Liegen und Beatmen zu beherrschen, spann ich meinen inneren Qualitäts-Monolog weiter. Die Lungen bestehen funktionell nicht nur aus den sich verzweigenden Atemwegen, sondern Krankheiten spielen sich  auch  im Lungengewebe ab. Auch der Lungenchirurg ist primär kein Lungenfacharzt, beendet ich meinen Gedankengang. Er soll operieren mit Erfahrung und Kenntnis der Lungenstrukturen. Das war schon in der Vergangenheit so, denn der Patient und auch sein Arzt wollen den integren Patienten und nicht einen unter den Folgen des Eingriffes leidenden Menschen.

Frau Lüneburger verabschiedete sich. Jetzt schwirre das viele neue Wissen in ihrem Kopf herum, lachte sie beim Verlassen meiner Praxis. Ob sie bald wiederkommen dürfe, sie müsse unbedingt noch etwas über die Allergien erfahren?!

So saßen wir wenig später wieder zusammen und Frau Lüneburger klagte, dass es zu wenig Wissen über die Allergien, ihr Entstehen und ihre erfolgreiche Behandlung gäbe. Im Internet finde sie  zigtausend Einträge, die Erfahrungsberichte wiederspiegeln,  aber keine wirklichen befriedigenden Forschungsergebnisse.

 

Doch zuvor ist  ein Blick auf das folgende Kapitel angebracht.